Katja Korehnke

Menschen plötzlich im Homeoffice

Der Corona-Virus wird vieles nachhaltig verändern. Dazu gehört sicherlich auch, wie wir künftig innerhalb von Organisationen kommunizieren.

Nun geht es also doch: die Angst vor dem Virus und der Ansteckung der wertvollen Workforce hat das Homeoffice plötzlich für Viele möglich gemacht.
Wogegen sich viele Unternehmen und Führungsetagen lange gesperrt haben, ist im Eiltempo umgesetzt. Das ist erst einmal für alle Beteiligten eine Umstellung. Für die Mitarbeiter, die plötzlich ungestört und produktiv arbeiten können (so sie nicht nebenbei ihre Kleinkinder betreuen müssen). Das ist wissenschaftlich erwiesen. Laut einer Studie der Universität Stanford steigt die Produktivität bei denen, die von zu Hause arbeiten, um 13 Prozent. Auch das Management muss sich an die neue Situation gewöhnen. Das gilt insbesondere für jene Führungskräfte, die unmittelbare Verfügbarkeit gewohnt sind. Diejenigen, die gerne in das Büro der Mitarbeiter hineinstürmen, um die neuen Prioritäten zu verkünden. Der Raum entfällt.

Es wird in diesen Zeiten deutlich mehr miteinander telefoniert und konferiert. Für jene, für die persönliche Meetings und Gespräche bislang zum beruflichen Alltag gehörten, sind fehlende Mimik und Gestik, Hintergrundgeräusche aus dem Off oder ein Schweigen auf der anderen Seite erst einmal ungewohnt und verunsichern.

Doch es hilft nichts, fast jeder muss sich jetzt mit den digitalen Kommunikationstools auseinandersetzen, um mit Kunden und Kollegen im Kontakt zu bleiben. Es ist erstaunlich, wie willig plötzlich alle sind, sich mit den technischen Lösungen auseinanderzusetzen. Auch ich selbst tauche in die Untiefen digitaler Teamsoftware ein, um weiteren nützliche Apps zu finden, die dem internen, abteilungsübergreifenden Austausch dienen können.  

Kommunikationstools insbesondere für Teamkollabaration sind nichts Neues und wurden bislang vorzugweise von Startups und Technologieunternehmen intensiv genutzt. Mit der Coronakrise werden sie zum Mainstream.
Auch weil sich in diesem Bereich einiges getan hat, um die Anwendungen angesichts der steigenden Nutzerzahlen – bei MS Teams stieg im Zug der Coronakrise die tägliche Nutzerzahl auf 44 Millionen gegenüber 13 Millionen im Vorjahreszeitraum – für alle Mitarbeitertypen hilfreicher zu gestalten.

Größere Kompatibilität mit bisherigen Arbeitsmustern, Nutzerfreundlichkeit und auch Funktionen, die es Menschen ermöglichen, Stimmungen im digitalen Raum erlebbarer zu machen.

So können bspw. Nutzer bei Teams-Konferenzen demnächst auch virtuell die Hand heben, wenn sie etwas sagen wollen und dem aktuellen Sprecher nicht ins Wort fallen. Auch die stetig steigende Zahl an einsetzbaren Emojis (digitale Bildzeichen) erweitert das kommunikative Möglichkeitsspektrum und transportiert zudem Gestik, Mimik und schaffen kommunikative Nähe.

Nicht zuletzt deshalb sind Tools, die hochauflösende Videokonferenzen und virtuelle Meetings in allen denkbaren Größen ermöglichen, so gefragt wie nie.  
Sie ersetzen in Corona-Zeiten die fehlende menschliche Nähe. Dabei stellt selbst der eingefleischte Vertriebler fest, der den direkten Kontakt zu seinen Kunden schätzt, dass es auch ohne vor-Ort-Termin klappt

Ohne Zweifel, wenn die Krise vorbei ist, werde wir wieder Lust haben uns im Büro wiederzusehen und zu feiern. Wir werden auch wieder berufliche Termine wahrnehmen. Doch viele Meetings werden nicht mehr vor Ort sondern online stattfinden und in der Krise lieb gewonnene Kommunikation-Tools auch weiterhin genutzt werden. Und wir werden feststellen, das dezentrale Strukturen Kommunikation anders nicht aber weniger effektiv macht.    

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